Monocle interviewt Piero Restelli

Vor einigen Wochen empfingen wir den Besuch von Ivan Carvalho, Journalist des britischen Magazins für Wirtschaft, Kultur und Design Monocle, das in seiner aktuellen Ausgabe über die Exzellenzen der Mailänder Mode berichtet. Dabei entstand ein schönes Interview mit Piero, dem Firmengründer der Familie Restelli und Vater von Raffaella, die das Unternehmen als Vertreterin der dritten Generation von Handschuhmachern übernommen hat. Auch wenn der Staffelstab weitergegeben wurde, sind Pieros Energie, Arbeitsfreude und Schaffenslust ungebrochen — seine Erfahrung ist auch heute noch unverzichtbar. Hier der übersetzte Text. „Die Entfernung zwischen dem Wohnhaus von Piero Restelli und seinem Unternehmen macht ihn zu einem beneidenswerten Pendler. ‚Ich brauche nur wenige Schritte‘, sagt der 78-Jährige. Einen kurzen Fußweg vom Ausgang seiner Wohnung am Corso Sempione entfernt erreicht er seinen Arbeitsplatz, der heute von einem breiten Sortiment an Handschuhen bedeckt ist. Er zeigt uns die Besonderheiten der verarbeiteten Details: die seitlichen Kordonnähte, die Nähte, die Perlmuttknöpfe und die Kaschmir- und Opossum-Futter. Seine Familie stellt diese eleganten Accessoires seit fast einem Jahrhundert unter diesem Markennamen her. Heute befindet sich seine älteste Tochter Raffaella — die das Unternehmen übernommen hat — außer Haus, also führt Piero uns durch einen kurzen Rundgang; wir besuchen einen Raum, in dem eine Handwerkerin an einer alten Singer-Nähmaschine arbeitet. ‚Das ist alles handgefertigt‘, erklärt Piero. Mit den Fingern prüft er die Leder — die firmeneigene Gerberei befindet sich in der Provinz — und kontrolliert, ob das Peccary-Leder und das Wildleder einwandfrei sind. Die Ski- und Fahrhandschuhe werden in Länder von Japan bis zur Schweiz exportiert, und Piero Restelli stellt sicher, dass sie auch bei den großen Mailänder Einzelhändlern erhältlich sind, wie dem Kaufhaus La Rinascente. ‚Das ist eine Institution — wie wir‘, erklärt er.“

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